Mietervereine

Die zehn häufigsten Streitpunkte



Mietervereine vor allem Streitschlichter - aber auch hohe Erfolgsquote vor Gericht

Rund 80.000 Rechtsberatungen führen die 37 örtlichen Mietervereine des Mieterbundes Baden-Württemberg jährlich durch. Dazu kommen noch unzählige telefonische Kurzberatungen für die Mitglieder. Das Top-Beratungsthema und Streitpunkt Nummer Eins ist der Bereich Nebenkosten. 26 Prozent aller Rechtsberatungen der Juristen der Mietervereine drehen sich um die Heizkostenabrechnungen und um die "kalten" Nebenkosten.

An zweiter Stelle stehen Fragen rund um Wohnungsmängel, Mietminderung und Reparaturansprüche mit 17 Prozent. Auf Platz drei der Beratungsstatistik geht es um Rechte und Pflichten der Mieter und Vermieter aus dem Mietvertrag und der Hausordnung.

Die Beratungsstatistik des Mieterbundes Baden-Württemberg und seiner örtlichen Mietervereine im Einzelnen:

  1. Nebenkosten                        26   %
  2. Wohnungsmängel                  17   %
  3. Mietvertrag                          13   %
  4. Mieterhöhung                         9   %
  5. Mieterkündigung                     8,5 %
  6. Mietkaution                           7,5 %
  7. Schönheitsreparaturen             7   %
  8. Vermieterkündigung                 5   %
  9. Modernisierung                        4   %
  10. Satelliten- und Kabelanschluss   1,5 %

Bei allen Rechtsberatungen, welche die Mietervereine für ihre Mitglieder durchführen, gelingt es in rund 97 Prozent aller Fälle, eine gerichtliche Auseinandersetzung zu verhindern. Hier kann der Streit zwischen Mietern und Vermietern außergerichtlich geklärt werden.

Kommt es aber trotz Einschaltung des Mietervereins zu einem Prozess, stehen die Chancen für die Mieter nach vorheriger Rechtsberatung gut. Nach einer langjährigen Statistik der DMB-Rechtsschutzversicherung gewinnen Mieter 40,8 Prozent aller Prozesse und verlieren nur 14,1 Prozent. In 24 Prozent aller Fälle kommt es zu einem Vergleich und in 14,9 Prozent der Fälle erzielen Mieter einen Teilerfolg.