Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

07.02.14 - 16:04 Uhr

Mehr als die Hälfte der 30 teuersten Mieterstädte liegen in Baden-Württemberg

Deutscher Mieterbund Baden-Württemberg: Landesverordnung zur Senkung der Kappungsgrenzen bei Mieterhöhungen ist dringend notwendig

 

Deutscher Mieterbund Baden-Württemberg: Landesverordnung zur Senkung der Kappungsgrenzen bei Mieterhöhungen ist dringend notwendig

 

Der Deutsche Mieterbund Baden-Württemberg wertet das Ergebnis des jetzt veröffentlichten Mietspiegelindex 2013 als Alarmsiganal für die Wohnungspolitik in Baden-Württemberg: 17 der 30 Städte mit den höchsten Mieten in Deutschland liegen in Baden-Württemberg – 11 davon in der Region Stuttgart.

 

„Die Landesregierung ist gefordert, nun rasch eine Verordnung zur Senkung der Kappungsgrenzen für Mieterhöhungen zu erlassen, damit der rasante Miepreisanstieg gedämpft werden kann“, fordert Rolf Gaßmann, Landesvorsitzender des Deutschen Mieterbundes Baden-Württemberg. Der Bundesgesetzgeber hat die Länder ermächtigt, die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen von maximal 20 Prozent in drei Jahren in „Gemeinden, in denen die ausreichende Versorgung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen gefährdet ist“ durch eine Landesverordnung auf maximal 15 Prozent zusenken, erläutert Gaßmann. Während das Nachbarland Bayern bereits im August 2013 die Kappunggrenze für 70 Städte gesenkt hat, kündigt die baden-württembergische Landesregierung die Verordnung der Kappungsgrenze für das Jahr 2014 an. Gaßmann: „Die Mieterinnen und Mieter brauchen die Absenkung der Kappungsgrenze jetzt! Ankündigungen dämpfen die hohen Wohnkosten nicht.“

 

„Der aktuelle Mietspiegelindex dokumentiert Bestandsmieten. Er belegt, dass das Wohnen in der Region Stuttgart nach der Region München am teuersten in Deutschland ist“, erklärte Rolf Gaßmann. Immer mehr Haushalte kommen durch die hohen Wohnkosten an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit´. Es droht die Gefahr, dass sich Familien das Wohnen in den Städten nicht mehr leisten können.

 

Die hohen Mieten sind eine Folge des Wohnungsmangels in den Städten des Landes. Durch die Senkung der Kappungsgrenze werden die Folgen des Wohnungsmangels abgemildert. Durch Absenkung der Kappungsgrenze für Mieterhöhungen wird jedoch die Notwenigkeit des verstärkten Neubaus von Mietwohnungen nicht ersetzt. Dazu ist die angemessene und bedarfsgerechte Förderung durch das Land eine wichtige Voraussetzung.

 

Für den Mietspiegelindex analysiert das Hamburger Institut F+B jährlich alle bundesdeutschen Mietspiegel. Für den Mietspiegelindex 2013 wurden die Mietspiegel von 334 Städten ausgewertet.

 

Anlage: „Die 30 teuersten Städte“