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25.03.21 - 14:44 Uhr

Die Hälfte der teuersten deutschen Mieterstädte liegt in Baden-Württemberg

Unzureichender Wohnungsbau treibt Mieten in die Höhe

Die Analyse des Hambuger Forschungsinstitutes F+B, das jährlich alle verfügbaren Mietspiegel in Deutschland auswertet, ist erschreckend: Unter den 30 teuersten deutschen Städten befinden sich 15 Städte aus Baden-Württemberg.

Der traurige Rekord ist nicht überraschend, meint Rolf Gaßmann, Landesvorsitzender des Deutschen Mieterbundes Baden-Württemberg. Der jährliche Wohnungsneubau deckt gerade die Hälfte des Wohngsbedarfs. Die in der Prognos-Studie im Basisjahr 2015 festgestellte „Wohnungsbaulücke“ von 88.000 Wohnungen hat sich inzwischen mehr als verdoppelt. Dieser wachsende Wohnungsmangel schlägt über hohe Angebotsmieten auf die Bestandsmieten durch. „Die Mietpreisbremse kam viel zu spät. Erst seit Juni vergangenen Jahres werden die Mieterinnen und Mieter in Baden-Württemberg besser vor zu hohen Mietforderungen geschützt“, erklärt Rolf Gaßmann.

Selbst im Corona Jahr 2020, in dem die Durchschnittseinkommen gesunken sind, stiegen die Mieten im Südwesten durchschnittlich um 1,5 Prozent, in vielen Städten noch stärker, an. Gaßmann: „Die Belastungsgrenze für Mieterinnen und Mieter ist längst überschritten. Immer mehr Menschen im Land wohnen sich buchstäblich arm.“

Mehr zum F+B Mietspiegel-Index 2020

 

Der starke Mietenanstieg in den Städten müsse stärker gebremst werden, erklärt Gaßmann. Ein Mietenstopp, der den Mieterhöhungsspielraum auf die Höhe der Inflationsrate begrenzt, sei angebracht und notwendig. Gaßmann: „Wir werden im jetzt beginnenden Bundestagswahlkampf alle Parteien und Kandidierenden daran messen.“