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18.06.21 - 11:58 Uhr

Bundesweiter Aktionstag – Bündnis fordert sechsjährigen Mietenstopp

Aktionen in 12 baden-württembergischen Städten

Der Deutsche Mieterbund fordert in einem breiten bundesweiten Bündnis mit Gewerkschaften und Sozialverbänden einen sechsjährigen Mietenstopp und den Verstärkten Neubau leistbarer Wohnungen. Am kommenden Samstag, 19. Juni, wird das Bündnis mit einem Aktionstag auf die dringende Notwendigkeit der wirksamen Mietenbegrenzung aufmerksam machen. In 77 deutschen Städten, darunter 12 baden-württembergische Städte, werden Aktionen stattfinden, die von den örtlichen Metervereinen des Deutschen Mieterbundes mitgetragen werden.

Immer mehr Menschen haben Angst Ihre Wohnung zu verlieren, weil sie Miete nicht mehr bezahlen können. Weil seit Jahren viel zu wenige Wohnungen neu gebaut wurden, vergrößert sich der Wohnungsmangel. Die Schere zwischen Wohnungsnachfrage und Wohnungsangebot öffnet sich immer weiter. In der Folge dreht sich die Mietpreisspirale ohne Erbarmen nach oben. Selbst in der Corona-Pandemie steigen die Mieten, gleichzeitig müssen viele Menschen mit Einkommensverlusten klarkommen.

 

Nach dem Stuttgarter Mietspiegel stiegen die Bestandsmieten seit 2010 um 45 Prozent, die Angebotsmieten sogar um über 60 Prozent. Die Mieten explodieren nicht nur in Großstädten, auch in kleineren Städten und Gemeinden schießen die Mietpreise nach oben. So stellte Empirica fest, dass die Mieten in den letzten fünf Jahren beispielsweise in Esslingen um 25 Prozent, in Göppingen um 38 Prozent gestiegen sind. In einer aktuellen Studie stellt die Hans-Böckler-Stiftung fest, dass fast die Hälfte der Mieterhaushalte eine prekär hohe Wohnkostenbelastung, über 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens, zu tragen hat. In Stuttgart sind 46 Prozent der Mieterhaushalte durch ihre Wohnkosten überbelastet, in Mannheim 49 Prozent und in Freiburg 53 Prozent. Weil die Wohnkosten einen stetig steigenden Anteil am Haushaltseinkommen verschlingen, wohnen sich immer mehr Haushalte arm.

 

„Mieterinnen und Mietern muss durch einen sechsjährigen bundesweiten Mietenstopp eine Atempause verschafft werden“, erklärt Rolf Gaßmann, Landesvorsitzender des Deutschen Mieterbundes Baden-Württemberg. Zudem muss der Gesetzgeber endlich wieder die Verfolgung und Ahndung von Mietpreisüberhöhung und Mietwucher ermöglichen. Ein von Bundesrat beschlossener Gesetzentwurf liegt dem Bundestag vor. Leider blockiert diesen bislang die CDU/CSU und hält ihre schützende Hand über die Profiteure der Wohnungsnot.

 

 

 

Bundesweiter Aktionstag 19. Juni 2021

 

Aktionen in baden-württembergischen Städten:

 

  • Esslingen
  • Freiburg
  • Heidelberg
  • Heidenheim
  • Heilbronn
  • Lahr
  • Lörrach
  • Pforzheim
  • Ravensburg
  • Reutlingen
  • Stuttgart
  • Villingen-Schwenningen

Weitere Informationen zur Kampagne Mietenstopp unter www.mietenstopp.de